Blume der Nacht

Ihr könnt hier nun ein Gedicht aus meinem ersten Gedichteband „Wilde Gärten“ lesen…

Blume der Nacht

Sieh die Gärten, Sternenmeere,
Blüten strömen durch die Nacht,
Alle Herzen tränen wieder,
Weiches Licht, es schläft so sacht.

Schlaf nun ein, es dämmert schon,
Das Abendrot wird flüchtig sein,
Düfte blühen, das Beet gemacht,
Lebe wohl im Sonnenschein.

Traum, du redest leis
So laut der Regen fällt,
Stille fließt das Wasser auch,
Klingt hinüber, Weite, Hauch.

Jeder Tropfen füllt deine Lippen,
Jedes Wort von dir erfüllt,
Funkelnd grün kannst du beglücken,
Tau beglückt, dein Grün umhüllt.

Der Wonne Silberflocken
Vollen Glanzes dir entlocken
Golden Zauber deiner Pracht,
Sieh, wie engelsfroh du lachst.

Wenn die morgendliche Sonne
Dir dein Herz versinken lässt,
Schlägt es weiter, immerfort,
Du trägst es inne, geheimer Ort.

Ist die Abendstund herbeigezogen
Wird die Flamme neu entfacht
Und ewig wird sie nun erkoren,
Schwarzes Schicksal,
Schöne Nacht.

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